iPunkt-Denkpause 2016 – Neue Denkantsösse für den Umgang mit psychischer Erkrankung von Mitarbeitenden


Am Freitagabend, 4. November 2016, lud das Label iPunkt zur Denkpause. Im Fokus dieser Arbeitgeberveranstaltung stand der Blick auf die gesunde Seite psychischer Erkrankungen von Mitarbeitenden. Im Curlingzentrum Region Basel in Arlesheim/BL diskutierten psychiatrieerfahrene Fachkräfte mit Fachpersonen und Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern. Ihre Gesprächspartner und -partnerinnen waren unter anderen Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation und Mitglied der Konzernleitung SBB AG, Markus Meier, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, Olivier Grieder, Abteilungsleiter Integration SVA Basel-Landschaft und Georg Heitz, Sportdirektor FC Basel 1893. Eröffnet wurde der Anlass von Nationalrätin Maya Graf. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Behindertenorganisationen nutzen diesen Perspektivenwechsel, um neue Denkanstösse zu erhalten. Zudem wurde der neue Förderverein impulse plus durch den kürzlich gewählten Basler Regierungsrat Conradin Cramer lanciert.

Die iPunkt-Denkpause 2016 wurde ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung von

 

 

Personalverantwortliche schätzen, dass fast 30% der Angestellten zumindest zeitweise unter leichten psychischen Problemen leiden: bedingt durch Überforderung am Arbeitsplatz oder Gründe im privaten Umfeld. Psychische Erkrankungen sind heute die häufigste Ursache für eine IV-Rente und der Anteil an IV-Berentungen aufgrund psychischer Erkrankungen nimmt bei den 18-29 Jährigen weiter zu. Zunehmend geraten Arbeitgebende und Vorgesetzte aufs Glatteis, weil oftmals das Wissen für einen Umgang mit dem Thema fehlt


Maya Graf: «Nur wer zuhört, kann die Krankheit verstehen – nur wer versteht, kann damit umgehen»

Die iPunkt-Denkpause 2016 vermittelte im Curlingzentrum Region Basel den stilvollen Umgang mit Glatteis – denn die Parallele zum Curlingspiel gibt Mut: Der Umgang mit einer unvertrauten, bedrohlichen Unterlage wie Glatteis lässt sich perfektionieren, wenn man deren Eigenschaften versteht und sie sich zu Nutze macht. Nationalrätin Maya Graf zeigte Parallelen auf: «Curlingspieler müssen das Eis lesen und verstehen lernen, wollen sie erfolgreich sein. Beim Umgang mit psychischer Erkrankung verhält es sich ähnlich. Nur wer zuhört, kann die Krankheit verstehen – nur wer versteht, kann damit umgehen. Bei dieser Herausforderung glaube ich an die Schweizer Innovationskraft.»

Dialoge auf Augenhöhe

Drei Fachkräfte mit Krankheitserfahrung diskutierten auf dem Podium in unkonventionellen Zweiergesprächen mit Fachpersonen und Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern. Neben neuen Denkantsössen stand der Blick auf die gesunde Seite psychischer Erkrankungen von Mitarbeitenden. Man war sich einig: Matchentscheidend ist eine Kultur des Zuhörens.

Abgerundet wurde die iPunkt-Denkpause 2016 mit einem Curling-Workshop mit den beiden Curling-Urgesteinen Luzia Ebnöther und Markus Eggler (insgesamt 14 Olympia,- WM- und EM-Medaillen). Moderiert wurde der Anlass von Frank Linhart, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Berufsbildung beim Arbeitgeberverband Basel und Guido Herklotz, zuständig für die Firmenbetreuung und das Marketing bei Impulse Basel.

Lancierung Förderverein impulse plus

An der iPunkt-Denkpause wurde zudem der neue Förderverein impulse plus lanciert. Zweck des Fördervereins ist die finanzielle und ideelle Unterstützung von Aktivitäten des gemeinnützigen Vereins Impulse Basel. Mitglieder finanzieren mit ihrem Beitrag unter anderem Sensibilisierungskampagnen und Veranstaltungen wie die iPunkt-Denkpause. Der neue Förderverein wurde von Conradin Cramer per Videobotschaft vorgestellt. Impulse plus freut sich, den kürzlich gewählten Basler Regierungsrat als Fördervereins-Botschafter gewonnen zu haben. Hier finden Sie weitere Informationen zum Förderverein.

 

Impressionen:

 

Eröffnungsrede von Nationalrätin Maya Graf.

 

Die erfolgreichen Curlingurgesteine Markus Eggler und Luzia Ebnöther erklären, wie man sich stilvoll auf dem Glatteis bewegt.

 

Sarah Guarda, Personalverantwortliche BSK Baumann & Schaufelberger Kaiseraugst AG (iPunkt-Unternehmen) im Talk.

 

Philip Schneiter, Rechtsberatung Aargauische Industrie- und Handelskammer im Gespräch mit Peter Stengle.

 

Olivier Grieder, Abteilungsleiter Integration SVA Basel-Landschaft.

 

Pierre Bonenberger im Dialog mit Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation und Mitglied der Konzernleitung SBB AG.

 

Markus Meier, stv. Direktor Wirtschaftskammer Baselland (iPunkt-Unternehmen).

 

Daniela Beck, Rechtsberatung Arbeitgeberverband Basel.

 

Andreas Krause, Dozent für Wirtschaft und Gesundheit Fachhochschule Norwestschweiz.

 

Georg Heitz, Sportdirektor FC Basel 1893.

 

Fabian Bussinger, Leitung Arbeit und Beschäftigung Psychiatrie Baselland (iPunkt-Unternehmen).

 

Networking beim Apéro.

 

 

«Miteinander gehts besser, als gegeneinander.» Player aus Wirtschaft, Politik und Soziales beim Curling-Workshop.
V.l.n.r.: Markus Eggler, mehrfacher Olympia-, WM-, und EM-Medaillengewinner mit Olivier Grieder, Abteilungsleiter Integration SVA Basel-Landschaft, Kathrin Amacker,
Leiterin Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung SBB AG; Markus Meier, stv. Direktor Wirtschaftskammer Baselland und Nationalrätin Maya Graf beim Curling-Workshop (Foto: Markus Inderbitzin).

 

Fotos: Markus Inderbitzin