Respektvolle Konfrontationen bei der ersten iPunkt-Denkpause im Fechtsaal Basel

 
Kann die Wirtschaft auf Fachkräfte mit Behinderung verzichten? Impulse Basel lud am Freitag-Abend, 18. September 2015 zum Arbeitgeberanlass im Fechtsaal Basel. Im Beisein von rund 100 Gästen wurden stechende Argumente für die Berücksichtigung von Fachkräften mit Behinderung geliefert. Abgerundet wurde die innovative Veranstaltung mit einer Fechtshow der Spitzenfechter Benjamin Steffen und Max Heinzer. 

 

 
«Einer für alle, alle für einen!» von rechts: Anita Fetz (Ständerätin), Rolf Schürmann (Leiter IV Stelle Basel-Stadt) und Andreas Meier, Mitgl. der Geschäftsleitung der Handelskammer beider Basel (Foto: Markus Inderbitzin).

 

Das Label iPunkt von Impulse Basel zeichnet Arbeitgeber aus, die Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt anstellen. Der iPunkt ist somit eine Orientierungsmarke für Konsumenten und stärkt die Arbeitgebermarke der Unternehmen. Neben zahlreichen KMU-Betrieben durfte Impulse Basel kürzlich auch den Kanton Basel-Stadt sowie die Genossenschaft Elektra Basel Land (EBL) auszeichnen.


Als Location der ersten iPunkt-Denkpause wurden die Räumlichkeiten der Fechtgesellschaft Basel gewählt. Ein Ort, wo respektvolle Konfrontationen zum Alltag gehören. Urs Berger, stellvertretender Leiter der Wirtschaftskammer Basel-Landschaft und iPunkt-Labelträger erinnert sich im Podiumsgespräch: «Es sorgte für Gänsehaut, als unsere Auszubildende bei ihrer Festrede wünschte: Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, beachtet uns als Arbeitskräfte, wie jede andere auch. Wir brauchen keine Sonderbehandlung,»


Vorurteile mussten über die Klinge springen

Beim Podiumsgespräch mit drei ausgewiesenen Fachkräften mit Behinderung, wurden stechende Argumente für die Inklusion geliefert. «Durch meine Sehbehinderung haben sich für mich als Radiojournalist Türen geöffnet, die meinen Arbeitskollegen verschlossen bleiben», so Yves Kilchör. Zudem würde es das Image vom Arbeitgeber stärken.

Politik, Wirtschaft und IV mit dem Fechtgruss


Trotz hoher Qualifikationen werden Fachkräfte mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt kaum an den Start gelassen. Oft wird die Wirtschaft dafür an den Pranger gestellt und berücksichtigt Direktbetroffene selten. «Mir ist es wichtig, dass wir Wirtschaft und Gesellschaft nicht gegeneinander ausspielen. Wir sind alle gefordert», so Andreas Meier, Mitglied der Geschäftsleitung der Handelskammer beider Basel. Beim Fechtgruss gemeinsam mit Anita Fetz (Ständerätin) und Rolf Schürmann (Leiter IV Stelle Basel-Stadt) wurde unterstrichen, dass es alle Player benötigt, um die Inklusion voranzutreiben. 


Abgerundet wurde der Anlass mit einer Fechtshow mit den nationalen Spitzenfechtern Benjamin Steffen, Max Heinzer und ihrem Maitre Manfred Beckmann. Moderiert wurde dieser Event von Frank Linhart, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Berufsbildung beim Arbeitgeberverband Basel und Guido Herklotz, verantwortlich für die Firmenbetreuung und das Marketing bei Impulse Basel.

 

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