Einarbeitungsphase

 

 

Workshop "Einarbeitungszeit und Integrationsmassnahmen"

Moderiert wurde dieser Workshop von:

 

 

 

Dominique Hinnen
Coach, Projekt- und Teamleiter
coach@dhinnen.net

Herr Hinnen, wenn Sie zurückblicken, welche 3 Begriffe fallen Ihnen
spontan zu Ihrem Workshop ein?

Timing, Spontanität und facettenreich

In 25 Minuten kann ein Thema nur angeschnitten werden, deswegen war das

"Timing" für diesen Workshop, sagen wir mal, spannend.

"Spontanität" bei allen Beteiligten war ein schöner Aspekt der Zeitbegrenzung.

Und "facettenreich" waren die Workshops, weil die Erfahrungen aller

Teilnehmenden in die Diskussionen eingeflossen sind.

Was war das Ziel Ihres Workshops?
Es ging darum, mit den Teilnehmenden einen Einarbeitungsplan in sechs

Punkten aufzustellen. Wir konnten uns direkt auf einen konkreten Fall

konzentrieren: Ein, beim Workshop anwesender, gehörloser Lehrmeister stellt

im kommenden Sommer eine rollstuhlfahrende  KV-Lehrtochter ein.

Wie würden Sie die Ergebnisse zusammenfassen?
Wie schon gesagt, konnte das Thema im Grunde genommen, nur

angeschnitten werden. Es hat sich dennoch gezeigt, dass Integrationsaspekte

in jeder Firmenkultur wichtig sind. Wenn bereits ein Ablauf für jeden neuen

Mitarbeitenden vorhanden ist, dann ist auch die Integration von Meschen mit

Behinderung relativ einfach zu bewerkstelligen. Der einzig spezifische Aspekt

ist die Anpassung der Arbeitsumgebung an der körperlichen Behinderung des

neuen Arbeitnehmenden. Die anderen Aspekte treffen auf jeden neuen

Mitarbeitenden zu, sei dies Integration in das Team, gegenseitiges

Kennenlernen, spezifizieren der Arbeitsabläufe und der Zusammenarbeit u.s.w.

Schwieriger ist die Integration, wenn üblicherweise gar keine

Integrationsmassnahmen angewendet werden. Dann besteht die Gefahr aus

dem neuen Mitarbeitenden, durch zusätzliche Massnahmen, einen Sonderfall

zu machen. Mitarbeitende mit Beeinträchtigung sind bereits Sonderfälle, man

sollte sie nicht zusätzlich dazu machen. Dies war im Gespräch auch dem

gehörlosen Lehrmeister sehr wichtig, der die Situation schliesslich aus beiden

Richtungen kennt.

Abschliessend kann man sagen, dass der nötige Aufwand für Arbeitgebende

häufig überschätzt wird. Mit einer gesunden Firmenkultur im Hinblick auf

die Integration neuer Mitarbeitenden, ist die Hürde kleiner als man

annehmen könnte.

Und zum Schluss, Herr Hinnen  wie ist Ihre persönlich Beziehung

zur Charta?

Ich kenne Nicole Bertherin persönlich, die mit viel Engagement die Charta

aufgebaut hat. Ihr Ziel, Inklusion von Menschen mit Behinderung in die

Arbeitswelt, ist ein sehr lohnendes Ziel für unsere Gesellschaft.

Ich unterstütze die Charta im IT-Bereich und bringe gerne meine Kompetenz

als Coach bei Diskussionen ein oder bei Events wie diesem.

 

Hier können Sie sich den Workshop Einarbeitungsphase anhören

 

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